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Projekt Demokratie auf dem Acker der Jugendbildungsstätte Hütten ist Ausgewählter Ort
Von OTZ-Redakteur Marius Koity Hütten.
Das Projekt Demokratie auf dem Acker der Jugendbildungsstätte Hütten wurde gestern als Ausgewählter Ort 2008 ausgezeichnet. Die vor einem Jahr gestartete lokale Demokratie-Initiative des Bildungswerkes Blitz ist damit unter den besten diesjährigen Beiträgen des bundesweiten Wettbewerbes 365 Orte im Land der Ideen. Dieser Wettbewerb, eine Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft mit dem Bundespräsidenten Horst Köhler als Schirmherr, zeichnet an jedem Tag des Jahres Einrichtungen, Firmen, Initiativen oder Vereine aus, die sich durch Innovation, visionäres Denken und Kreativität auszeichnen. Geld ist mit der Würdigung nicht verbunden.
Die Auszeichnung nahm Karin Schreibeis von Diana Herbert entgegen. Schreibeis leitet das Projekt Demokratie auf dem Acker und Herbert das Investment- und Finanz-Center der Deutschen Bank in Pößneck. Das Kreditinstitut betreut den Wettbewerb seitens der deutschen Wirtschaft.
"Demokratie ist nie bequem", so Herbert, mache aber "richtig Spaß". Bei Demokratie auf dem Acker könnten Kinder und Jugendliche erleben, "was für ein gutes Gefühl es ist, eine Stimme zu haben und etwas verändern zu können". Wer schon in jungen Jahren Demokratie erfahren habe, werde sich auch als Erwachsener "interessieren und engagieren". Noch müssten aber oft erst Erwachsene "geknackt" werden, bevor Kinder Demokratie-Erfahrungen machen können, so Schreibeis. Es sei schwieriger, Kinder für Demokratie auf dem Acker "zu bekommen", als mit ihnen daran zu arbeiten. "Junge Menschen gehen bewusster durch unsere Zeit, als sich das mancher vorstellen kann, sie können nur noch keinen Einfluss nehmen", sagte Bildungswerk-Chefin Kerstin Just. So ist es Ziel des Blitz e. V., dass die Beteiligung von Kindern an kommunalen Entscheidungen nicht nur auf der Planspiel-Ebene bleibe. Die gestrige Auszeichnung soll da helfen.
In der Gemeinde Keila habe sich die Demokratie auf dem Acker bislang am besten entwickelt (OTZ vom 2. Juli 2008), so Schreibeis. In der Gemeinde Langenorla sei man "dran". In der Gemeinde Krölpa indes, die auf der gestern überreichten Urkunde mit Köhler-Unterschrift als Ausgewählter Ort 2008 genannt wird, hat die beispielhafte Initiative aus dem Ortsteil Hütten noch keinen fruchtbaren Boden gefunden.Wir Erwachsene sollten uns viel öfter trauen, unseren Kindern zu trauen |
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