Freiwillig, mündig und Respektvoll voneinander lernen!
In der außerschulischen Jugendbildung lernen Teilnehmerinnen und Teilnehmer stets freiwillig. Sie haben einen Anspruch darauf, als mündige Persönlichkeiten respektiert zu werden, die ihren Bildungsprozess selbst steuern dürfen und können. Alle Konzepte, Inhalte und Methoden des Lernens haben sich deshalb an den Bedürfnissen der Teilnehmenden, ihren Erfahrungen und ihrer augenblicklichen Situation zu orientieren.
Eigene Bedürfnisse selbstbestimmt verwirklichen!
Es sind immer ganz bestimmte, oft sehr konkrete Anliegen und Bedürfnisse, aufgrund derer sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Beteiligung an unseren Seminaren, Projekten und Bildungsveranstaltungen entscheiden. Aller erreichbarer Zuwachs an Orientierung, Wissen und Kompetenzen dient letztlich dem Ziel der erfolgreichen Selbstbestimmung über das eigene Leben und Zusammenleben im „Hier und Jetzt“ unserer modernen, komplexen und demokratischen Gesellschaft. Fähigkeiten zur Selbstbehauptung, Widerstands- und Kritikfähigkeit, Offenheit, Neugier und Kreativität spielen dabei eine wichtige Rolle und werden bei uns ausdrücklich gefördert.
Ganze Persönlichkeiten ganzheitlich bilden!
Unsere Teilnehmenden sind Individuen, die ihre Probleme und Bedürfnisse ganzheitlich erleben und sie auch nur als ganze Person lösen bzw. verwirklichen können. Dies hat Konsequenzen für alle Ebenen des Lernens, von der äußeren Gestaltung unserer Bildungsorte über die Auswahl der Inhalte, Methoden und Medien bis hin zur Dramaturgie und Inszenierung unserer Veranstaltungen. Sinnliche und kognitive Ebene, rechte und linke Hirnhälfte, Aktion und Reflexion, „Kopf, Herz und Hand“, männliche und weibliche Aspekte dürfen beim Lernen nicht gegeneinander ausgespielt, sondern müssen konstruktiv berücksichtigt und miteinander verbunden werden.
Persönliche Beziehungen als „Medium“ und „Währung“!
Ganzheitliches Lernen gelingt nur in einer Lerngemeinschaft, in der Menschen zueinander in Beziehung treten und diese Beziehung auch bewusst und lustvoll miteinander gestalten. Für die beteiligten Bildnerinnen und Bildner heißt das, sich als Person authentisch in den Lernprozess hineinzubegeben, eine partnerschaftliche Haltung der „unterstützenden Begleitung“ einzunehmen und immer wieder ihr gesamtes persönliches Repertoire an Sensibilität, Kompetenz, Qualifikation und Professionalität einzubringen, um Motivation und Spaß am gemeinsamen Lernen zu ermöglichen und zu erhalten.
Denk- und Handlungsmodelle als Chance!
Die Perspektive gelingenden Lernens weist über Alltagswissen und -erfahrungen hinaus. Neue Wege des Denkens und Handelns können im geschützten Raum besonderer Bildungsorte und Lerngemeinschaften (zunächst) modellhaft entwickelt und erprobt werden. Erst so wachsen den Lernenden die Voraussetzungen und Chancen zu, solche Denk- und Handlungsmodelle in ihre Alltags- und Lebenspraxis einzupflanzen und dort zum „Schwingen und Klingen“ zu bringen.
Lernen als Lebenshaltung!
Gelingendes Lernen führt zur intensiver Erfahrung wachsender eigener Handlungs- und Problemlösungskompetenz. Nachhaltig wirksam und prägend wird ein solcher Lernprozess dann, wenn sein Transfer in den Alltag ausdrücklich bedacht, solidarisch begleitet und immer wieder kritisch reflektiert wird. So kann sich „Lernen“ als langfristige Lebenshaltung herausbilden, und so können die hier geschaffenen Lerngemeinschaften über viele Jahre persönliche und gesellschaftliche Bedeutsamkeit gewinnen. |