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Handlungsschwerpunkte

Der LAP VIELFALT ist mittelfristig auf die Entwicklung nachhaltiger Strukturen ausgerichtet, besonders in Hinblick auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als Zielgruppe, unter Einschluss der lokalen Umfeldbeziehungen und Ansprache der Gesamtbevölkerung.

Für die Kooperationen und Ansatzpunkte stellt die Landeserstaufnahmestelle (LAST) für AsylbewerberInnen in Eisenberg bzw. der Einbezug von Menschen mit Migrationshintergrund einen spezifischen Fokus des LAP VIELFALT im SHK dar.

Eine dezentrale Anbindung der Arbeit ist im Saale-Holzland als Flächenkreis ein wichtiger Ansatzpunkt. Grundlage dafür sind  fünf Planungsregionen sowie lokale Ankerpunkte für den LAP, wie z.B. das Berufsschulzentrum.

Im Mittelpunkt steht eine positive, motivierende Auseinandersetzung mit den Inhalten und Zielen von VIELFALT:

Prävention

Der LAP VIELFALT arbeitet präventiv gegen  Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Gewalt.

Bestärkung

Der LAP VIELFALT setzt sich aktiv für ein positives Verständnis von interkulturellen und interreligiösen Verflechtungen in der Lebenswelt ein.

Beteiligung

Der LAP VIELFALT motiviert und unterstützt das Mitmachen für weltoffene und zivilgesellschaftliche Strukturen im Kreis und lokal vor Ort.

Entwicklung

Der LAP VIELFALT initiiert nachhaltig einen kreisweiten Prozess der Strukturentwicklung für Kooperationen und Netzwerke im Sinne der Ziele

Aus den Zielen sind zur Umsetzung konkrete Handlungsschritte als Arbeitsprogramm (Zielpyramide) abgeleitet. Die Umsetzung ist dazu in fünf Module als Handlungsschwerpunkte aufgeteilt:

Modul A – Koordination, Netzwerk, Gremien:
Hier ist zunächst die Arbeit der Koordinierungsstelle erfasst. Zusammen mit dem federführenden Amt wird laufende Rückkopplung zu Gremien, Verwaltungen u. im Ämternetzwerk geleistet.  Die Bildung von LAP-Netzwerken u. Kooperationen wird zudem nicht allein über geförderte Projekte sondern auch durch Reorganisation und Weiterentwicklung vorhandener Arbeitszusammenhänge vorangetrieben. Ein Projekt ("Kreis der Vielfalt", 2009 als integriertes - übergreifendes - Projekt angelegt) wurde auch zur Unterstützung des Moduls A eingerichtet, um Strukturentwicklungen gezielt voranzutreiben.

Modul B – Bildung, Workshops/Trainings, Prävention:
16 Projekte arbeiteten bis dato (Ende 2008)  primär mit diesem Handlungsschwerpunkt. Die Mobile Arbeit des Projektnetzwerks "Die Vielfalter" (ebenfalls für 2009 als ein integriertes Projekt weiterentwickelt) trägt kreisweit modulare Angebote zu verschiedenen Themenbereichen bei und verstärkt die partizipative Infrastruktur und den Beratungs- bzw. Bildungsbereich.

Modul C – Begegnung, Austausch, Events:
Dieser Handlungsschwerpunkt ist zur Hälfte auf niederschwellige interkulturelle Kontaktmöglichkeit u. Sensibilisierung ausgerichtet (Ende 08: 5 von 9 Projekten, 4 mit direkter Anbindung an die LAST). Weitere Projekte beinhalten diesen Handlungsschwerpunkt als einen Projektteil (z.B. Konzert, Ausstellung, Präsentation, Mitmachaktion, Film, Erzählcafe, sportliche Begegnung usw.).

Modul D – Informations- u. Öffentlichkeitsarbeit, Medien:
Dies ist eine Querschnittsaufgabe aller Projekte; einzelne Projekte wurden besonders auf diesen Schwerpunkt orientiert (so das Projekt "Preis für Zivilcourage im SHK" mit Zielrichtung Kommunen und breite Öffentlichkeit oder auch ein Plaktwettbewerb gegen soziale Ausgrenzung und für Toleranz, der sich an Kinder und Jugendliche wendete).

Modul E - Aufgreifen lokaler Problemlagen u. Entwicklung v. handlungspraktischen Problemlösungsansätzen:
Hier geht es um flexibles und rasches Eingehen auf Bedarfe, Problemlagen oder Ideen vor Ort, speziell als Öffnung für partizipative Prozesse und Aufgreifen etwaiger rechtsextremistischer Vorfälle. Spezifische Konflikte oder Vorkommnisse werden lokal identifiziert und in den Informationsfluss eingespeist bzw. öffentlich gemacht.
Dies wird getragen u.a. durch Projektarbeit an Brennpunkten latenter Gewaltbereitschaft; aber auch indem - im Rahmen der integrierten Projekte - Ideen vor Ort aufgegriffen und weiterentwickelt werden können. Und: auch institutionaliserte Runden wie bspw. der kreisweite "Sportstammtisch", Sozialraumtreffen oder Bürgermeisterberatungen haben sich für Thematisierungen und Handlungsimpulse bewährt.

 

    
 
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