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Digitalisierung erfahrbar machen

Fortbildung: „Digitalisierung erfahrbar machen“ - Mini-LARP als Methode für die politische Bildung

Die Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein (Werneuchen) lädt zur Methodenschulung vom 27.-30.11.2016.

Rollenspiele dienen in der politischen Bildung schon länger als Mittel, um durch eigenes Erleben einen neuen Blick auf gesellschaftliche Herausforderungen zu bekommen. Noch intensiver als Planspiele, noch realistischer als Stehgreif-Theater sind Mini-LARPs.

Der Begriff dürfte vielen noch unbekannt sein: LARP steht für „Live Action Role Playing“ und ist, wenn überhaupt, aus dem Fantasybereich bekannt. Wie der Name vermuten lässt, sind Mini-LARPs weniger aufwändig: Sie passen in das Seminar-Setting und nehmen nur wenige Stunden in Anspruch. Die Teilnehmenden werden dabei mit vorbereiteten Rollen in eine Geschichte geführt, in der sie konkret handeln müssen.

Mini-LARPs als innovative Methode in der politischen Bildung zu verankern – dieses Ziel verfolgt seit Jahren die Projektgruppe „Medienkommunikation und Globalisierung“ im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB). Bereits zum vierten Mal organisiert sie nun eine Fortbildung zu „Mini-LARPs in der politischen Bildung“. Sie findet in diesem Jahr vom 27. bis 30. November in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein in Werneuchen statt. Die Fortbildung richtet sich an alle Aktiven in der politischen Bildung.

Das Seminar ist als Methodenschulung konzipiert. Nach einem allgemeinen Kennenlernen der Methode „Mini-LARP“ steht ein ganz spezifisches im Mittelpunkt: „2084 – Datenwelten“ heißt das von der Projektgruppe „Medienkommunikation und Globalisierung“ selbst entwickelte Mini-LARP. Es nimmt die Folgen digitaler Überwachung in den Blick, thematisiert den Umgang mit eigenen Daten und das daraus resultierende digitale Gedächtnis: In einer nicht allzu fernen Zukunft ist im „Grundgesetz 7.0.“ die Datentransparenz eines jeden Menschen fest verankert – bis über den Tod hinaus. Die Spieler_innen versuchen, Einfluss auf ihr digitales Vermächtnis zu nehmen.

Das Spiel bietet viele Ansätze, die darin gemachten Erfahrungen auf die aktuelle Situation zu übertragen und zum gesellschaftlichen Wertediskurs über Transparenz, Privatheit und Sicherheit in ein intensives Gespräch zu kommen“, betont Bildungsreferent Frank Hofmann. „Ist das 'Ende der Privatheit', wie es Facebook-Gründer Mark Zuckerberg beschreibt, heute schon erreicht oder sollte sie durch Weiterentwicklung rechtlicher Grundlagen unserer Demokratie geschützt werden?“

Fragen wie diese sollen im Anschluss an das eigene Erleben des Mini-LARPs diskutiert werden. Auf didaktischer Ebene soll anschließend über Herausforderungen bei der eigenen Durchführung nachgedacht werden, um alle Teilnehmenden in die Lage zu versetzen, „2084 – Datenwelten“ und andere Mini-LARPs selbst anzuleiten und zu entwickeln.

Die Teilnahme kostet 65,- Euro, nach Absprache ist Ermäßigung möglich. Sie kann als  Bildungsurlaub nach dem Weiterbildungsgesetz beim Arbeitgeber beantragt werden.

Anmeldung und Informationen unter
http://www.kurt-loewenstein.de/show/7051006.html
und bei Frank Hofmann: 033398-8999-16, f.hofmann@kurt-loewenstein.de

 

Gefördert wird die Veranstaltung von der Bundezentrale für politische Bildung (bpb) und dem Kinder- und Jugendplan des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Die Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein veranstaltet als Haus der außerschulischen Jugendbildung Wochenseminare mit Schülerinnen und Schülern sowie Auszubildenden  aus Berlin und Brandenburg. Als Bundesbildungsstätte der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken organisiert sie pädagogisch-politische Fortbildungen, Jugendseminare, Internationale Begegnungen und verschiedene Großveranstaltungen.

 

Für Anmeldung und weitere Informationen:

 

Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein

Frank M. Hofmann

Bildungsreferent

Freienwalder Allee 8-10

D-16356 Werneuchen/Werftpfuhl

Tel. + 49 (0) 33398-8999-16

Fax. + 49 (0) 33398-8999-13

f.hofmann@kurt-loewenstein.de

www.kurt-loewenstein.de  

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