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Schwierigkeiten mit der Wahrheit

Demokratie lebt vom öffentlichen Gespräch und dem gemeinsamen Ringen um gute politische Lösungen für das Zusammenleben in der Gesellschaft. Dazu sind Offenheit, gegenseitiger Respekt und Einsicht in die eigenen Grenzen und die Irrtumsanfälligkeit der Gesprächsteilnehmer wichtige Bedingungen des Gelingens. Der öffentliche Diskurs in unserer Demokratie ist jedoch zunehmend durch Schlagworte wie „fakenews“ oder „Populismus“ beschreibbar, ungeprüfte Meinungen und ideologisch gefärbtes Geschrei ersetzen häufiger die sachliche Wahrheitssuche, allzu einfache „Wahrheiten“ und extreme Ansichten verschaffen sich lautstark Gehör.  Die Medien als Mittel demokratischer Verständigung haben sich dramatisch verändert durch die allgemeine Verfügbarkeit digitaler Zugänge und sozialer Medien. Das ist zugleich Segen – alle können mitreden - und Fluch – die Filterblasen wachsen exponentiell.  Im Seminar werden in verschiedenen Arbeitsgruppen diese Problemstellungen Ausgangs- und Bezugspunkt sein für die Bearbeitung folgender Fragestellungen:

 

Welche Rolle spielt die Suche nach Wahrheit in einer Demokratie?

Sind politische Entscheidungen wahrheitsfähig und inwieweit können Menschen überhaupt Wahrheit erkennen und sich Wirklichkeit erschließen – gibt es so etwas wie Fakten oder nur Meinungen darüber?

Wo beginnt und endet Toleranz gegenüber differenten politischen, moralischen oder religiösen Meinungen und Haltungen, muss letztlich „jeder selber wissen“ was er tut und wie er es äußert? Welche Rolle spielen Medien, insbesondere die sog. „neuen Medien“  im öffentlichen Diskurs?

Welche Macht haben Medien, wie wird in ihnen politischer Einfluss generiert und gestaltet?

Welche unterschiedlichen Zugänge zur Wirklichkeit haben Wissenschaften, Religionen, Philosophie oder Kunst?

Was heißt, zu versuchen, „in der Wahrheit zu leben“ (V.Havel)?

Wie kann der aufklärerische Anspruch von Mündigkeit, Selbstdenken und „erweiterter Denkungsart“ (Kant) heute eingelöst werden?

 

In Gesprächen, mit Impulsvorträgen, methodischen Übungen und anhand ausgewählter Texte werden die Themen anknüpfend an die Erfahrungen der Teilnehmenden erschlossen mit Bezug auf philosophische, erkenntnistheoretische, ethische und medientheoretische Überlegungen.

Zur Übung des demokratischen Diskurses wird es zusätzlich zu den Seminargesprächen

1. am Beginn des Tages jeweils Tagesauswertungen zu den bisher begangenen Denkwegen in den Arbeitsgruppen geben.

2. Im Lauf der Woche stellen die Gruppen ihre Arbeitsergebnisse den anderen Gruppen in Zwischenpräsentationen vor und diskutieren diese.

3. Am Ende wird es eine diskursive Gesamtpräsentation aller wesentlichen Arbeitsergebnisse geben, durch die noch einmal alle bearbeiteten Themen auf neue Weise vertieft und für andere verständlich aufbereitet werden.

 

Das Seminar richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren

Kosten: 70,- € pro Person (inkl. Unterkunft und Vollverpflegung)

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem philoSOPHIA e.V. durchgeführt.

 

für weitere Informationen:

Sebastian Kretzschmar

kretzschmar(at)bildungswerk-blitz.de

Tel.: 0176-343 70 520

 

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