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„Sexueller Missbrauch ist jede sexuelle Handlung, die an oder vor einem Kind entweder gegen den Willen des Kindes vorgenommen wird oder der das Kind aufgrund körperlicher, psychischer, kognitiver oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen kann.

Der Täter nutzt seine Macht- und Autoritätsposition aus, um seine eigenen Bedürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen.“

(Bange und Deegener 1996; weite Definition – versucht sämtliche als potentiell schädlich angesehenen Handlungen zu erfassen)

Symptome:

Bei Vorschulkindern:

•„klammert“, ist ungewöhnlich anhänglich, unterbricht und beansprucht die Eltern ständig

•zeigt babyhaftes Verhalten, das es eigentlich überwunden hatte – lutscht am Daumen, nässt ein . . .

•ist ängstlich, unruhig oder unterwürfig

•wirkt verschlossen und bedrückt

•hat Schlafstörungen, Alpträume, fürchtet sich vor der Dunkelheit

•fürchtet sich vor einem bestimmten Ort oder einer bestimmten Person

•zeigt durch Sprechen, Handeln oder Malen ein ungewöhnliches Interesse an sexuellen Aktivitäten

Bei Schulkindern

•hat Kenntnisse zur Sexualität, die seinem Alter nicht entsprechen

•trägt mehr Kleidung als nötig

•klagt über Kopf- oder Bauchschmerzen oder andere psychosomatischen Beschwerden

•lässt in seinen schulischen Leistungen nach, verliert an Selbstbewusstsein

•scheint in einer Traumwelt zu leben, verhält sich aggressiv und übergriffig

•wird in alltäglichen Situationen plötzlich von Gefühlen übermannt

•ist auffallend wachsam und schreckhaft und reagiert schnell gereizt

•erzählt nicht mehr unbefangen von alltäglichen Erlebnissen

•zieht sich aus dem Kontakt zu Gleichaltrigen zurück und meidet öffentliche Veranstaltungen

•möchte sich beim Arzt oder vorm Sport nicht mehr ausziehen

•weigert sich, in fremder Umgebung zur Toilette zu gehen

Bei Jugendlichen

•hat schulische Probleme und schwänzt den Unterricht

•zieht sich zurück, schläft schlecht, wird misstrauisch und aggressiv, ist nicht mehr in der Lage, sich unbeschwert zu amüsieren

•verliert das Interesse an seinem Äußeren und lässt sich zunehmend gehen

•klagt ohne ersichtlichen Grund über körperliche Beschwerden und chronische Erschöpfung

•wird depressiv, leidet unter starken Stimmungsschwankungen

•hegt Selbstmordabsichten und/oder fügt sich selbst Verletzungen zu

•macht Andeutungen über den sexuellen Missbrauch und interessiert sich auffallend stark für Sex, Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten

 

 

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