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13.-15.12.2019 - Realsozialistische Lebenserfahrungen in der DDR zwischen Ideal und Wirklichkeit

Im 30. Jahr nach dem Mauerfall und dem damit eingeleiteten Ende der DDR reflektieren wir rückblickend das Leben in der DDR und die Veränderungen in den Sichtweisen der Teilnehmenden auf Staat und Gesellschaft der DDR: Welche Erfahrungen haben die Teilnehmenden politisch und in ihrem Lebensalltag gemacht, wie haben Menschen im Westen die DDR damals wahrgenommen? Wie haben sich ihre eigenen politischen Positionen seit der DDR-Zeit bis heute verändert – und warum?

Das Seminar ist auch als Begegnung zwischen „Ostdeutschen“ und „Westdeutschen“ gedacht und wird dem Gespräch beider Seiten bewusst genügend Platz einräumen. Dabei sind auch Kinder und Enkel der Teilnehmenden eingeladen, um die Erfahrungen ihrer (Groß)Eltern kennenzulernen und ihre eigene Sichtweise, die einer Nachwende-Generation, einzubringen.

Besondere Schwerpunkte bzw. Querschnittsthemen der Diskussion sind:

Inwiefern können wir bei der DDR von einem Unrechtsstaat und einer Diktatur sprechen? Wie wurden die Lebenssituation und die politischen Verhältnisse der DDR in der Kunst, insbesondere Literatur und Musik reflektiert? Welchen Stellenwert hatten besondere künstlerische Ausprägungen wie der Ostrock mit seinen Texten für junge Menschen in der DDR? Gab es vergleichbares im Westen? Welche Vorstellungen wurden von Menschen in der DDR diskutiert, wie gut und richtig zu leben sei angesichts von alltäglichem Mangel und politischer Unterdrückung?

Von diesen Themenschwerpunkten wird immer wieder der Bogen geschlagen zu den heute virulenten Fragen: Nach welchen Wertvorstellungen wollen wir in unserer Gesellschaft leben, welche nachhaltig vertretbaren Ziele verfolgen wir, wie können wir mit den gravierenden Veränderungen in der Gesellschaft - von Digitalisierung über veränderte Arbeitswelten bis zu den Herausforderungen durch ökologische Fragen, Migration und politische Radikalisierungen - umgehen.

All dies ist eng verbunden mit persönlichen Vorstellungen vom Lebenssinn, von der eigenen Lebensführung und Perspektivvorstellungen bzw. Visionen des Zusammenlebens, die auch unter DDR-Bürgern für die damaligen Verhältnisse lebhaft diskutiert wurden.

Das Seminar bietet für unterschiedliche Lebenserfahrungen und Deutungen einen Raum der offenen Diskussion, ernsthafter Nachdenklichkeit und der Übung von Streitkultur. In sokratisch orientierten Seminargesprächen, mit Impulsvorträgen und anhand ausgewählter Texte und Musikbeispielen werden die Themen anknüpfend an die Erfahrungen der Teilnehmenden erschlossen.

Generell ist die Arbeitsweise prozessbgleitet und orientiert sich an den Grundsätzen außerschulischer politischer Bildung. Die Teilnehmenden werden aktiv in den Ablauf eingebunden und es werden Möglichkeiten selbstständiger Themenarbeit auch in Kleingruppen geschaffen, thematische Bedarfe und Bedürfnisse werden im Seminarverlauf reflektiert und nach Möglichkeit inhaltlich aufgegriffen.

Programmzeiten:

Anreise am 13.12. bis 16:00 Uhr.

Abreise am 15.12. ab 16:30 Uhr.

 

Informationen:

Teilnahmebeitrag (Erwachsene):     30,00 Euro

Teilnahmebeitrag (unter 18 Jahre): 20,00 Euro

 

Die Veranstaltung beinhaltet Unterkunft und Vollverpflegung.

Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung mit philoSOPHIA e.V.

 

Für weitere Informationen und Anmeldung:

Bildungswerk BLITZ e.V.

Jugendbildungsstätte Hütten

 

Tel.: 03647 – 41 47 71

Fax: 03647 – 41 89 36

E-Mail: kretzschmar@bildungswerk-blitz.de

Internet: www.bildungswerk-blitz.de

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