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Über die Würde des Menschen in schwierigen Zeiten

Unser Grundgesetz gibt der Würde des Menschen die zentrale Stelle in der Verfasstheit unserer Gesellschaft, sie gilt als unantastbar. Insbesondere die Entwicklung der Corona-Pandemie mit den entsprechenden staatlichen Eingriffen in Grundrechte und die vielfältigen, sehr gegensätzlichen Reaktionen in der Öffentlichkeit darauf, haben gezeigt, wie wichtig ein historisch, philosophisch und politisch begründetes Verständnis der Menschenwürde im Zusammenhang unseres demokratischen Gemeinwesens ist.

Besondere Schwerpunkte bzw. Querschnittsthemen der Diskussion im Seminar sind:

  • Historische Entwicklung der Vorstellungen von Menschenwürde von der Antike bis heute.
  • Eigene Lebenserfahrungen mit Würde und Würdelosigkeit, Wahrung von Würde und Entwürdigung.
  • Würde und Schutz des Lebens: Die Achtung der Menschenwürde im Kontext des Grundrechtekanons des Grundgesetzes und angesichts der aktuellen Corona-Situation
  • Kann man der Natur, kann man Tieren oder Pflanzen eine Würde zusprechen?

Diese Themenschwerpunkte werden durch Impulsvorträge eingeleitet und mit ausgewählter Textarbeit vertieft. Im sokratisch orientierten Seminargespräch wird immer wieder der Bogen geschlagen vom Menschenwürdethema zu den heute virulenten Fragen: Nach welchen Wertvorstellungen wollen wir in unserer Gesellschaft leben, welche nachhaltig vertretbaren Ziele verfolgen wir, wie können wir mit den gravierenden Veränderungen in der Gesellschaft - von Digitalisierung über veränderte Arbeitswelten bis zu den Herausforderungen durch Corona, durch ökologische Fragen, Migration und politische Radikalisierungen – umgehen und dabei die Menschenwürde wahren.

All dies ist eng verbunden mit persönlichen Vorstellungen vom Lebenssinn und der eigenen Würde, von der eigenen Lebensführung und Perspektivvorstellungen bzw. Visionen des Zusammenlebens.

 

Das Seminar bietet für unterschiedliche Lebenserfahrungen und Deutungen einen Raum der offenen Diskussion, ernsthafter Nachdenklichkeit und der Übung von Streitkultur. Unterschiedliche Meinungen sind erwünscht, genauso aber auch ihre nachvollziehbare Begründung. Das Seminar ist im 30. Jahr der deutschen Einheit bewusst als Begegnung von ost- und westdeutschen TN angelegt.

 

Generell ist die Arbeitsweise prozessgeleitet und orientiert sich an den Grundsätzen demokratischer politischer Bildung. Die Teilnehmenden werden aktiv in den Ablauf eingebunden und es werden Möglichkeiten selbständiger Themenarbeit auch in Kleingruppen geschaffen, thematische Bedarfe und Bedürfnisse werden im Seminarverlauf reflektiert und nach Möglichkeit inhaltlich aufgegriffen.

 

Programmzeiten:

Beginn: Freitag, 11.12.2020 / 16:00 Uhr

Ende: Sonntag, 13.12.2020 / 17:00 Uhr

 

Kosten (inkl. Unterkunft und Vollverpflegung):

Erwachsene: 35 € pro Person

Kinder/ Jugendliche: 15 € pro Person 

 

Anmeldung und Rückfragen an:

Sebastian Kretzschmar

Email: kretzschmar(at)bildungswerk-blitz.de

Tel.: 03647 414771

 

+++ Wir informieren Anfang Dezember hinsichtlich der Durchführbarkeit. +++

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